Energetisches Quartierskonzept Queichtalzentrum Offenbach


E-CAR-SHARING-ANGEBOT

Ergänzend zu der Optimierung des ÖPNV-Angebots wäre die Einrichtung eines stationären Car-Sharing-Dienstes mit einem elektrisch angetriebenen Fahrzeug denkbar. Die Station sollte möglichst gut erreichbar und von hoher Akzeptanz hinsichtlich der zu errichtenden Ladesäulen sein.

Diese Maßnahme wäre sehr kurzfristig umsetzbar. Für die Auswahl des Standorts einer E-Ladesäule sind Aspekte wie gute Erreichbarkeit, Zufahrbarkeit, Infrastruktur im nahen Umfeld und technische Umsetzbarkeit maßgeblich. Der Standort zwischen Rathaus und Schwimmbad (Queichtalbad) sowie Queichtalhalle erfüllt alle vorgenannten Aspekte. Schwimmbadbesucher,

Nutzer der Sporthalle oder des Rathauses können in der Zwischenzeit ihres Aufenthalts in diesen Einrichtungen ihr E-Fahrzeug an der Ladesäule anschließen. Das dort stationierte E-Car-Sharing-Fahrzeug stünde den Mitarbeiter*innen des Rathauses als Dienstfahrzeug zur Verfügung, was der Nutzungsfrequenz zugutekommt.

Weil das Buchungs- und Abrechungssystem in nicht zu unterschätzender Aufwand darstellt, ist ein Anschluss an das bestehende Carsharing-Programm der EnergieSüdwest, Landau, eine sinnvolle Vorgehensweise. Die EnergieSüdwest AG ist der Wasser- und Energieversorger für die Stadt Landau in der Pfalz, gewissermaßen die Landauer Stadtwerke.

Mit dem ESEL-Projekt (EnergieSüdwest Elektroauto für Landau), einem Carsharing-Programm mit E-Autos, das seit 2017 angeboten wird, möchte das Unternehmen einen Beitrag zur Förderung der E-Mobilität in der Region leisten und den Menschen die Möglichkeit geben, sich mit der neuen Technologie vertraut zu machen. Zur umweltfreundlichen Carsharing-Flotte gehören derzeit sechs Fahrzeuge der EnergieSüdwest AG, darunter vier BMW i3 und zwei Hyundai Ioniq Elektro. Das ESEL-Angebot wird gut angenommen und zählt aktuell 350 registrierte Nutzerinnen und Nutzer – Tendenz steigend. Während etwa 75 Prozent aus Landau stammen, kommen die übrigen 25 Prozent aus den Gemeinden im Umkreis von etwa 30 Kilometern.

Wer ein Elektroauto nutzen möchte, kann sich via Internet auf www.esel.cab oder per Smartphone-App über den Standort freier Fahrzeuge informieren und diese dann mit einer speziellen Chipkarte aufschließen. Das Aufladen erfolgt kostenlos. Getankt wird Ökostrom – und das an mehr als 28 Ladesäulen, die von EnergieSüdwest in der Stadt Landau und ihren acht Stadtdörfern installiert worden sind. Damit hat der Energieversorger ein nahezu flächendeckendes Netz an Lademöglichkeiten für E-Autos geschaffen – ein weiterer wichtiger Schritt, um die moderne Antriebstechnik in der Stadt und der Region zu etablieren.

Mit der Gründung eines gemeinsamen Ladeverbunds mit weiteren regionalen Energieversorgern und der Einführung der ESEL-Ladekarte können die Nutzerinnen und Nutzer außerdem mit einer Karte alle E-Tankstellen der Kooperationspartner, also insgesamt 70 Ladepunkte, nutzen. Zu den bestehenden Normalladepunkten sollen in Kürze noch vier Schnellladepunkte hinzukommen. Eine weitere Besonderheit der Kooperation: Die Ladesäulen des Ladeverbundes sind auch an das europaweite Roaming-Ladenetzwerk Hubject angeschlossen. Somit können auch externe Kundinnen und Kunden mit Ladekarten der meisten gängigen Elektromobilitätsdienstleistern an den Ladestationen in der Region laden. Alternativ kann auch direkt vom Smartphone aus mithilfe eines QR-Codes per Paypal oder Kreditkarte gezahlt werden.

(Quelle: Energetisches Quartierskonzept der Queichtal Energie Offenbach GmbH & Co. KG / ESW-Projektenwicklung / Ingenieurbüro Dr. Löffler / Arch. Andrea Klein / Ortsgemeinde Offenbach) – Fortsetzung folgt…)

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