Lesetipp 38 2020


Ein knapper Text, gerade mal 178 Seiten lang, nüchterner Ton.

Zwei Männer, Nummer 4 und Nummer 9 sind von ihrer Firma beauftragt, in einem von jahrzehntelangem Bürgerkrieg zerrütteten Land eine Straße zu asphaltieren. Diese Straße soll den sehr armen, rückständigen Süden mit dem reichen Norden verbinden. Nach Fertigstellung will der Präsident zur Feier eine Parade auf der neuen Straße abhalten.

Die Menschen im Süden sind sehr froh und dankbar, werden sie doch dann einen Arzt erreichen und Handel treiben können. Schon entstehen entlang der Straße, die noch gar nicht ganz fertig ist, Geschäfte und Lokale, entwickelt sich gesellschaftliches Leben.

Das Ganze liest sich teilweise wie Science Fiction, dann erinnert es wieder an bekannte Praktiken unserer politischen Vergangenheit und Gegenwart.

Nachdem die Straße fertig ist, erwartet den Mann in der Maschine ein erschütterndes Ende.

Kiepenheuer & Witsch