Startschuss für die „Digitale Erlebniswelt Queichwiesen“


Mit der Übergabe des EFRE‑Bewilligungsbescheids durch Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt am 19. Februar 2026 beginnt offiziell die Umsetzung des Projekts „Digitale Erlebniswelt Queichwiesen“. Die Förderung markiert den Start für ein innovatives Angebot, das die Queichwiesen als besonderen Natur‑ und Kulturlandschaftsraum zwischen Landau und Germersheim künftig ganzjährig erlebbar macht.


Ein neues digitales Erlebnis für die Region

Die Queichwiesen prägen die Südpfalz seit Jahrhunderten. Das traditionelle Bewässerungssystem wurde 2023 von der UNESCO als Immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt. Die „Digitale Erlebniswelt Queichwiesen“ greift diese Besonderheit auf und verbindet Natur, Geschichte und moderne Technologien.

das gebietsübergreifende Tourismusteam mit Ministerin Daniela Schmitt (3. vl) - vl: Nicole Dawood-Klein (MWVLW), Silke Wiedrig (Südpfalztourismus Kreis GER), Daniela Schmitt (Wirtschaftsministerin RLP), Nina Ziegler (StadtLeben Landau), Uta Holz (Verein SÜW), Johannes Spengler (VG Offenbach), Lara Abele (VG Offenbach), Birgit Germann (Südpfalztourismus GER), Jessica Lehmann (Storchenzentrum Bornheim)
das gebietsübergreifende Tourismusteam mit Ministerin Daniela Schmitt (3. vl) - vl: Nicole Dawood-Klein (MWVLW), Silke Wiedrig (Südpfalztourismus Kreis GER), Daniela Schmitt (Wirtschaftsministerin RLP), Nina Ziegler (StadtLeben Landau), Uta Holz (Verein SÜW), Johannes Spengler (VG Offenbach), Lara Abele (VG Offenbach), Birgit Germann (Südpfalztourismus GER), Jessica Lehmann (Storchenzentrum Bornheim)

 

Offizielle Übergabe des Förderbescheids in Offenbach an der Queich

Zur Auftaktveranstaltung an der Grillhütte in Offenbach begrüßte Simon Wingerter, Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Offenbach an der Queich, die anwesenden Gäste und Kooperationspartner. Die beiden Vertreter der Landkreise - Landrat Dietmar Seefeldt für die Südliche Weinstraße und Kreisbeigeordnete Anette Kloos für den Kreis Germersheim, zeigten sich in ihren Grußworten sehr erfreut über die Fördermittel, mit denen dieses Digitalprojekt erst möglich gemacht wird. Anschließend überreichte Ministerin Daniela Schmitt den offiziellen EFRE‑Bewilligungsbescheid, bevor Pirmin Hilsendegen von der IG Queichwiesen bei einer kurzen Führung durch die Queichwiesen die Funktionsweise der historischen Wiesenbewässerung erläuterte. „Tourismus ist für viele Betriebe ein wichtiges zweites Standbein. Wenn wir es schaffen, zusätzliche Urlaubsgäste in die Region zu holen, profitieren Gastronomie, Hotellerie und Einzelhandel unmittelbar. Das schafft Arbeitsplätze und Perspektiven – gerade auch für kleinere und mittlere Unternehmen“, so die Ministerin.

die Kooperationspartner·innen mit Ministerin Daniela Schmitt (5. vl) - vl: Bürgermeister Marcus Schaile (Stadt Germersheim), Anette Kloos (Beigeordnete Landakreis GER), Simon Wingerter (Erster Beigeordneter VG Offenbach), Dietmar Seefeldt (Landrat SÜW), Lena Dürphold (Beigeordnete Stadt Landau), Lea Heidbreder (MdL), Gerald Job (Bürgermeister VG Bellheim), Markus Kropfreiter (MdL)
die Kooperationspartner·innen mit Ministerin Daniela Schmitt (5. vl) - vl: Bürgermeister Marcus Schaile (Stadt Germersheim), Anette Kloos (Beigeordnete Landakreis GER), Simon Wingerter (Erster Beigeordneter VG Offenbach), Dietmar Seefeldt (Landrat SÜW), Lena Dürphold (Beigeordnete Stadt Landau), Lea Heidbreder (MdL), Gerald Job (Bürgermeister VG Bellheim), Markus Kropfreiter (MdL) 

 

Digitale Erlebnisstationen entlang der Queich

Künftig sollen digitale Erlebnisstationen entlang bestehender Rad- und Wanderwege spielerisch Wissen über das Bewässerungssystem, die regionale Flora und Fauna – etwa den Storch – sowie über die UNESCO-Konvention vermitteln. Virtual- und Augmented-Reality-Anwendungen, Audio- und Videostationen sowie 360-Grad-Angebote ermöglichen Gästen bereits vor der Reiseentscheidung einen Einblick in die Besonderheiten der Region. Kernstück des Förderprojekts wird eine APP sein, die an 15 digitalen Erlebnisstationen Wissenswertes rund um Natur, Kultur und Wasser erlebbar macht. Geplant sind unter anderem:

  • XR-Anwendungen an verschiedenen Stationen
  • Einblicke in Naturschutz‑ und Klimaanpassungsmaßnahmen
  • Spiele und Simulationen zum Leben des Weißstorches
  • Virtuelle Rekonstruktionen historischer Bewirtschaftungsformen
  • Browserbasierte 3D‑Karten zur Orientierung
  • Digitale Infopunkte, darunter ein multimedialer Pavillon im Rheinvorland Germersheim
  • Eine neue Aussichtsplattform bei Offenbach für Naturbeobachtung und AR‑Anwendungen
  • Gästeinfosäulen in Offenbach und Bellheim ergänzen das Angebot und stellen regionale Inhalte sowie die 3D‑Karte dauerhaft bereit.
Queichwiesen-Rundwanderweg in den Holzwiesen bei Bellheim

 

Ein gemeinschaftliches Vorhaben

Die „Digitale Erlebniswelt Queichwiesen“ wird von einer breiten Partnerschaft getragen. Beteiligt sind:

 

Ausblick

Bis Ende 2028 entsteht entlang der Queich ein modernes Erlebnisangebot, das Natur‑ und Kulturräume verständlich macht und Gästen wie Einheimischen neue Zugänge zur Landschaft eröffnet. Ein zentrales Element des Projekts ist die digitale Besucherlenkung. Sie bündelt Besucherströme und schützt sensible Bereiche der Queichwiesen. Gleichzeitig stärkt das Vorhaben die touristische Wertschöpfung in bislang weniger entwickelten Regionen der Südpfalz.

Wanderung durch die Queichwiesen in der Morgensonne

 

Das Projekt „Digitale Erlebniswelt Queichwiesen“ mit einem Gesamtvolumen von rund 512.000 Euro wird zu 85 Prozent gefördert. Insgesamt werden rund 432.000 Euro bereitgestellt, davon rund 203.000 Euro EFRE-Mittel und rund 229.000 Euro Landesmittel. Das Projekt ist eines von zehn landesweit ausgewählten Vorhaben im EFRE-Förderprogramm „Öffentliche Tourismusinfrastruktur – Tourismus 4.0“ im Rahmen des Ziels „Investitionen in Beschäftigung und Wachstum“ (IBW) der Förderperiode 2021–2027.


Stellwand Queichwiesenprojekt - 3
Stellwand Queichwiesenprojekt - 1


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