Das alte Rathaus wird abgerissen
Begonnen wurde vorletzte Woche mit dem Abbruch des alten Rathauses.
In den nächsten vier Wochen werden zunächst alle schadstoffhaltigen Materialien ausgebaut. Zu diesem Zweck wird im Gebäude ein Unterdruck erzeugt, damit möglichst keine Schadstoffe nach außen dringen.
Danach wird das Gebäude innen komplett entkernt und zurückgebaut. Erst dann, so etwa Ende Februar, kommt es zum eigentlichen Abbruch mit schwerem Gerät.
Eine große Herausforderung wird die Sicherung der beiden massiven Wandelemente mit den Betonreliefs als „Kunst am Bau“ im Erd- und Obergeschoß. Als Nebenbestimmung zur denkmalrechtlichen Abbruchgenehmigung des Gebäudes müssen diese möglichst erhalten werden. Nach einer ersten Einschätzung des Abbruchunternehmens, der Fa. CK Abbruch & Erdbau GmbH, wird es schwierig werden, die Reliefs an einem Stück und ohne Beschädigung aus dem Gebäude zu heben, nachdem sie vorher mit einer Betonsäge ausgeschnitten worden sind.
Anschließend werden diese zwischengelagert und danach im Rahmen der Gestaltung der Abbruchfläche als Außenanlage des neuen Rathauses wieder aufgestellt. Die statischen Anforderungen an das Aufstellen im öffentlichen Raum, aber auch der Schutz vor Verwitterung der nicht für den Außenbereich gefertigten Reliefs werden ebenfalls sehr anspruchsvoll.
Der Bau- und Umweltausschuss hat sich im Auftrag des Verbandsgemeinderates letzte Woche erneut mit der Planung für die Gestaltung der Abbruchfläche beschäftigt. Eine überdachte Unterstellmöglichkeit für Fahrräder soll auf der Fläche errichtet werden, außerdem Parkplätze mit Ladesäulen für Dienstfahrzeuge. Die restliche Fläche soll als Grünfläche in Form eines „Bürgergartens“ verbleiben.
