
Geboren 1937 in Hamburg, geht Gottfried Schult 1963 als Dozent nach Cambridge, um dort an einem unbedeutenden College Geschichte zu lehren. Zurück bleibt seine Mutter, und er ist mehr als froh, von ihr, von Hamburg und Deutschland generell wegzukommen.
Als er viele Jahre später, nach einem eher ereignislosen Leben und Berufsleben, eine Beziehung mit dem sehr viel jüngeren Ely eingeht, beschwört das Bruchstücke seiner Vergangenheit herauf, denen er sich stellen muss, wenn er nicht verrückt werden will.
1943 erlebt er als Sechsjähriger den Hamburger Feuersturm. Dieses Ereignis und alles, was danach kam, wurde von seiner Mutter, wie von so vielen, totgeschwiegen. Und Schult erkennt, dass er sich, ausgelöst durch dieses Trauma, teilweise eine Vergangenheit zusammengeträumt hat, die nicht der Wirklichkeit entspricht.
Was ist in jener Nacht wirklich passiert mit ihm und seiner Mutter? Hat er, der sechsjährige Schult, Schuld auf sich geladen und es verdrängt? Nach und nach enthüllen sich ihm die wahren Vorkommnisse dieser Nacht und der nachfolgenden Jahre.