Gruppenwasserwerke Bornheim

Die Gruppenwasserwerke Bornheim haben ihren Sitz in Bornheim in der Pfalz und sind ein Eigenbetrieb des Zweckverbandes für Wasserversorgung WALSHEIMER GRUPPE.
Verbandsvorsteher des Zweckverbandes ist Bürgermeister Axel Wassyl und Werkleiter der Gruppenwasserwerke ist Adnan Smajic.


Aktuelles:

Ab 2021 gibt’s entkalktes Wasser

Eine für alle Wasserverbraucher wichtige Entscheidung hat die Verbandsversammlung des Zweckverbands für Wasserversorgung „Walsheimer Gruppe“ unter dem Vorsitz von Offenbachs Bürgermeister Axel Wassyl beschlossen: den Neubau einer Wasseraufbereitungsanlage mit einer zentralen Enthärtung.

Dies tut der Zweckverband allerdings nicht ohne Not, denn nur durch die nun beschlossenen Maßnahmen kann langfristig die Wasserversorgungs-Qualität und –Sicherheit gewährleistet werden.

Bisher wird das Wasser aus den Tiefbrunnen in den zentralen Hochbehälter bei Walsheim gefördert und von dort weitestgehend unbehandelt ins Versorgungsnetz eingespeist. Im Hochbehälter findet eine Zwangsbelüftung des Wassers statt, mit der die in der Trinkwasserverordnung festgesetzten Grenzwerte für den Eisengehalt und der Calcitlösekapazität eingehalten werden können.

Diese provisorische Aufbereitung, welche mit ca. 8 Kilometer sehr weit weg von den Gewinnungsanlagen gelegen ist, führt allerdings teilweise zu massiven Eisenablagerungen im vorgelagertem Rohrnetz und im Hochbehälter. Die große Entfernung dieser provisorischen Aufbereitung führt zu einem weiteren Problem.

Der Schwerpunkt der Wasserabgabe liegt in der Ortsgemeinde Offenbach, das heißt alles Trinkwasser was dort benötigt wird, muss vom Hochbehälter Walsheim durch das Netz der vorgelagerten Ortschaften nach Offenbach fließen. Dies führt insbesondere an Tagen mit hohen und sehr hohen Wasserabgaben zu hohen Rohrreibungsverlusten, die zu Druckproblemen in Teilbereichen des Versorgungsgebietes führen.

Mit dem Neubau der Aufbereitung im Zentrum des Versorgungsgebietes wird es künftig möglich sein, das Wasser entsprechend den Vorgaben der Trinkwasserverordnung aufzubereiten und das Trinkwasser direkt in Versorgungsschwerpunkte zu fördern.

Zahlreiche und immer häufiger werdende Klagen über den sehr hohen Kalkgehalt von 17° deutscher Härte und die dadurch verursachten Schäden an Geräten und Leitungen, aber auch erhöhtem Reinigungsaufwand in den Haushalten führte dazu, dass man nun auch die zentrale Enthärtung des Wassers ins Kalkül zog. Eine in Auftrag gegebene Untersuchung des Trinkwassers durch ein Fachinstitut kam zu der Empfehlung, eine Teilenthärtung zur Vermeidung von Verkalkungsproblemen vor allem im Warmwasserbereich vorzunehmen.

Wichtiges Kriterium für die Werkleitung, aber auch für die Zweckverbandsmitglieder war, eine Technik für die Enthärtung zu verwenden, die das Trinkwasser als Naturprodukt erhält. Deswegen schieden chemische Verfahren von vorn herein aus. In der Auswahl sind deshalb das sogenannte Ionenaustausch- (Carix-Verfahren) und das Membranfiltrationsverfahren. Die technischen und wirtschaftlichen Vor- und Nachteile beider Verfahren werden nun eingehend geprüft. Das Ergebnis beider Techniken ist die Reduktion der Wasserhärte auf 8 – 10° dH.

Der Zweckverband plant nun an seinem Sitz in Bornheim die Errichtung eines zentralen Wasserwerkes mit einer Aufbereitungsleistung von 1.150.000 m³/Jahr. Die Anlage ist so groß dimensioniert, dass auch unsere Sondervertragskunden, die Verbandsgemeinde Edenkoben und die Verbandsgemeinde Landau-Land, sowie der Energie Südwest mit weicherem Wasser beliefert werden können. Zusätzlich sollen in dem Gebäudekomplex zwei weitere Trinkwasserspeicher mit einem Gesamtvolumen von 1000 m³ und ein Zentralpumpwerk integriert werden.

Das Investitionsvolumen wird auf ca. 8.8 Millionen Euro geschätzt und stellt damit die größte Einzelinvestition des Zweckverbandes der letzten Jahrzehnte dar. In welcher Höhe sich diese Investition auf den Wasserpreis auswirkt, kann derzeit nur grob geschätzt werden, weil diverse Rahmenbedingungen noch zu bestimmen sind. Fest steht, dass der landesweit zu einem der günstigsten Tarife zählenden Preis je m³ Trinkwasser von derzeit 1,28 € nicht zu halten sein und nicht unerheblich ansteigen wird.

Eine ökologische und ökonomische Bewertung des renommierten Fraunhofer Instituts hat jedoch ergeben, dass die Einsparungen für die Verbraucher bei einer zentralen Enthärtung höher sind, als die durch die Enthärtung verursachten. Die Vorteile reichen von der Einsparung an Reinigungs- bzw. Waschmittel und Spülmaschinensalz bis hin die Energieeinsparung bei der Warmwasseraufbereitung und geringeren Wartungskosten für Geräte und Maschinen.

Die Inbetriebnahme der Aufbereitungsanlage kann voraussichtlich im Jahr 2021 erfolgen. Bis dahin werden noch einige Portionen Entkalkungsmittel in den Kläranlagen landen.


Info:

Sitz des Zweckverbands Walsheimer Gruppe ist in Bornheim, der Hochbehälter befindet sich in Walsheim.

Mitglieder sind die Verbandsgemeinden Offenbach, Landau-Land und Edenkoben sowie die Stadt Landau. Mit dem Trinkwasser beliefert werden die Gemeinden Offenbach, Hochstadt, Essingen, Bornheim, Knöringen, Walsheim, Dammheim, Roschbach, Burrweiler, Böchingen und Nußdorf.

 

Aktueller Stand Wasseraufbereitungsanlage






Gruppenwasserwerke Bornheim
An der Dreihofstraße 1
76879 Bornheim
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