
Maine in den 1960ern. Familien der indigenen Mi’kmaq von Nova Scotia, Kanada kommen nach Maine zum Beeren pflücken für die Farmer. Sie leben am Rand der Felder in selbstgebauten Hütten und kehren nach der Saison zurück in ihre Häuser. Generell wird den „Indianern“ mit Misstrauen begegnet, sie gelten als minderwertig.
Auch die Familie von Joe und Ruthie ist jedes Jahr da. Bis in diesem einen Sommer die vierjährige Ruthie verschwindet. Eben war sie noch da, im nächsten Moment weg. Alle suchen nach ihr. Nur die örtliche Polizei glaubt nicht, dass ihr etwas geschehen sein könnte und tut… nichts.
Noch Jahre sucht die Familie in jeder Saison nach Ruthie. Nie verlieren sie die Gewissheit, dass Ruthie noch irgendwo lebt.
Bis sie nach einem schrecklichen Ereignis gar nicht mehr dorthin reist.
In Maine wächst zur gleichen Zeit Norma überbehütet als Einzelkind eines reichen Ehepaares heran. Die Eltern erklären ihre Überfürsorglichkeit mit den vielen Fehlgeburten der Mutter und der Angst, sie ebenfalls zu verlieren. Doch bleibt diese Mutter seltsam gefühllos, wenn Norma immer wieder unter Alpträumen leidet. Und sie merkt, dass die Eltern ihr etwas verschweigen.
50 Jahre lang leidet Ruthies Familie unter dem Verlust. Jeder auf seine Weise. Tiefe Liebe verbindet und trennt sie gleichermaßen.