Energie und Klima

Integriertes Klimaschutzkonzept der Verbandsgemeinde Offenbach an der Queich

Die Verbandsgemeinde Offenbach an der Queich in Rheinland-Pfalz liegt im Weinbaugebiet Pfalz, im Landkreis Südliche Weinstraße. Sie umfasst die vier Ortsgemeinden Bornheim, Essingen, Hochstadt und Offenbach. Mit einer Fläche von 45,6 km² und etwa 12.600 Einwohner (Stand 31.12. 2015) bilden diese die Verbandsgemeinde Offenbach a. d. Queich, deren Sitz in Offenbach ist. Das Gebiet wird von Weinanbau und Tourismus geprägt und ist für sein mildes Klima bekannt. Etwa 69 % der Fläche dienen dem Acker-oder Weinanbau.

VG-Lage in SÜW.png

Die Verbandsgemeinde liegt im Oberrheingraben, der bereits in einer Tiefe von 2.500 bis 4.000 m interessante Wärmevorkommen aufweist.

Beschreibung der Ausgangssituation

In der VG Offenbach an der Queich sind aktuell neun Windkraftanlagen installiert.

Darüber hinaus wird die Fotovoltaik als Technik zur Stromerzeugung aus regenerativen Quellen, die Wasserkraft der Queich sowie ein mit Klärgas betriebenes Blockheizkraftwerk in der Kläranlage zur Stromerzeugung genutzt.

Die Energiebilanz der VG Offenbach stellt sich wie folgt dar:

Energiebilanz.png

Der Wärmebedarf des Queichtal-Bades in der Ortsgemeinde Offenbach wird seit 2009 zu 80 % über die Nutzung von Solarenergie und zu 20 % durch Einbindung einer Wärmepumpe gedeckt.  Mittels einer nächtlichen Beckenabdeckung wird der Wärmeverlust um ca. 40 % reduziert.

Energie- und Klimaschutzmanagement

Die Verbandsgemeindeverwaltung Offenbach an der Queich beschäftigt seit 15.01.2015 einen Verwaltungsmitarbeiter (nichttechnischer Dienst), der unter anderem als Energie- und Klimaschutzkoordinator die Einführung eines verwaltungsübergreifenden Energie- und Klimaschutzmanagements nach den Vorgaben der Deutschen Energieagentur (dena) einführen wird. Dazu wurde eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Verwaltungsmitarbeitern aller Fachbereiche, gebildet, die sich regelmäßig trifft und zunächst im Bereich „Gebäude“ tätig ist.

Engagement und Interesse für Umwelt und die Klimaproblematik in der Bevölkerung zeigen sich in Projekten der Agenda 21.

Das Projekt „Klimaschutz und Energieeffizienz“ befindet sich momentan in der Umsetzungs- phase. Ziele des Projektes sind:

•     Senkung des Energiebedarfs bestehender Gebäude

•     Minimierung des Energiebedarfs in Neubaugebieten

•     Senkung des Stromverbrauchs in Haushalten und Betrieben

•     Erhöhung des Anteils der erneuerbaren, CO2-freien oder CO2-neutralen Energien


Zielsetzung des Klimaschutzkonzeptes

Die Motivation und das Ziel der VG Offenbach a. d. Queich ist es, die CO2-Gesamtemissionen in der Verbandsgemeinde maßgeblich zu senken. Damit einhergehend soll die Abhängigkeit von Energieim porten durch verstärkte Nutzung regionaler Ressourcen reduziert werden. Unter dem Leit bild der CO2-Neutralität sollen insbesondere Klimaschutzpotenziale erschlossen werden, welche die individuellen Stärken der Verbandsgemeinde betonen und langfristig zu Kostensenkungen und regionaler Wertschöpfung führen. Der Schwerpunkt soll auf dem Aufbau eines Geothermie-Nahwärmenetzes in der VG Offenbach liegen. Auch die Möglichkeit zur Bildung von kommunalen Nahwärmeverbünden soll untersucht werden.

Im Rahmen des integrierten Klimaschutzkonzeptes soll ein entsprechender Handlungsplan erstellt werden, der die folgenden Sektoren umfasst:

•     Öffentliche Liegenschaften

•     Private Haushalte

•     Straßenbeleuchtung

•     Industrie und Gewerbe, Handel und Dienstleistungen

 

Im Bereich der privaten und öffentlichen Liegenschaften wird das Potenzial zur Energieein- sparung und zur Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien ermittelt.

Im Bereich der Straßenbeleuchtung wurdein allen Gemeinden das Energieeinsparpotenzial durch Nutzung von LED-Technologie nahezu vollständig ausgenutzt.

Energiebilanzen der Straßenbeleuchtung aller Ortsgemeinden belegt eine Energieeinsparung über 70 %

Ein Maßnahmenkatalog mit Handlungsempfehlungen zur Energieeinsparung für alle Bereiche wird erstellt.

Voraussetzung für das Erreichen der gesetzten Ziele ist auch die Beteiligung von den Bürgern und Akteuren im Gewerbe. Dieser Sektor wird neben KMU im Wesentlichen von Landwirt- schaftsbetrieben und der Tourismusbranche geprägt. Durch Bildung von Akteursgruppen und Organisation von Informationsveranstaltungen sollen diese frühzeitig in das Projekt ein- bezogen werden. Verschiedene Gewerbe- und Handwerkervereine sind vorhanden.

Arbeitsgruppe KEM und Klimaschutz in der VG

Zu diesem Zweck wurde Ende 2015 eine Projektgruppe „Kommunales Energiemanagement“ ins Leben gerufen. Dabei wird interessierten Bürgern der Verbandsgemeinde Offenbach die Möglichkeit gegeben, sich aktiv an Klimaschutzprojekten zu beteiligen. Die Bürger werden informiert und können sich und ihr Wissen mit einbringen. Auch diese Personengruppe trifft sich in regelmäßigen Abständen von ca. sechs Wochen. Wie bei der verwaltungsinternen Arbeitsgruppe werden zunächst die Ideen gesammelt und analysiert. Weiter sollen danach konkrete Umsetzungsmaßnahmen zur Energieeinsparung in allen öffentlichen aber auch privaten Bereich resultieren. Sei es im Bereich Gebäude (Sanieren oder Neubauten) oder Verkehr.

Darüber hinaus wurde eine Stelle für einen Klimaschutzbeauftragten der Verbandsgemeinde Offenbach an der Queich konzipiert. Der Klimaschutzbeauftragte hat die wichtige Aufgabe, die Umsetzung des erstellten Klimaschutzkonzeptes zu koordinieren.

Das integrierte Klimaschutzkonzept gliedert sich in sechs Module:

Modul 1: Energiebedarfsermittlung der VG Offenbach a. d. Queich

Modul 2: Abschätzung des Energieeinsparpotenzials

Modul 3: Ermittlung des Potenzials zur Nutzung erneuerbarer Energien

Modul 4: Erstellung eines Maßnahmenkatalogs in Form eines umsetzungsorientierten Handlungsleitfadens

Modul 5: Akteursbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit

Modul 6: Aufgabenkonzipierung des Klimaschutzbeauftragten

Im Folgenden werden die geplanten Maßnahmen innerhalb der genannten Module näher beschrieben. Der Projektskizze liegt ein Zeitplan der Erarbeitung der Module bei.


Beschreibung der geplanten Maßnahmen

Modul 1: Energiebedarfsermittlung der VG Offenbach a. d. Queich

Zunächst fand eine Energiebedarfsermittlung in den Sektoren private Haushalte, öffentliche Liegenschaften, Straßenbeleuchtung sowie Industrie und Gewerbe, Handel und Dienst- leistungen statt. Aus den Ergebnissen werden anschließend die entsprechenden CO2- Emissionen errechnet.

Für die privaten Haushalte der Ortsgemeinden erfolgt die Abschätzung des Wärmebedarfs nach Clusterbildung in Anlehnung an die Methodik einer Siedlungszellenstrukturanalyse. Anhand von Clusterbildungen geeigneter Siedlungsstrukturen für repräsentative Ortsteile in Abhängigkeit von Bauart, Bebauungsdichte und Baualtersklassen wird der Wärmebedarf abgeschätzt und auf alle Haushalte hochgerechnet. Die Abschätzung des zugehörigen Heizenergiebedarfs erfolgt anhand von Literaturkennwerten. Diese Informationen dienen im zweiten Schritt zur überschlägigen Bestimmung der Einsparpotenziale als Grundlage. Da der Schwerpunkt des Konzepts auf der Wärmenutzung der Geothermie liegen soll, werden die Siedlungszellen sowie Wärmebedarfsdichten entlang von Trassen kartografisch dargestellt. Damit wird eine erste Grundlage zum Aufbau eines Nahwärmenetzes geschaffen.

Da der VG Offenbach a. d. Queich keine Angaben über die Anzahl und Größe der in der VG installierten Anlagen zur Wärmeversorgung von privaten Gebäuden vorliegen, sollen diese Daten u. a. von den zuständigen Bezirksschornsteinfegermeistern erfragt und ausgewertet werden. Damit werden der Energiemix und die Altersstruktur im Bereich der Wärmeerzeugung ermittelt. Daten zu Anlagen, die erneuerbare Energien nutzen und die über das Markt- anreizprogramm bezuschusst wurden, werden von der Verbandsgemeindeverwaltung bei der BAFA erfragt. Mit diesen Informationen wird die Aufteilung des Energieverbrauchs in den privaten Liegenschaften grob erfolgen, um daraus die Energiekosten überschlägig ableiten zu können.

Für die öffentlichen Liegenschaften wird der Energieverbrauch überschlägig anhand von Gebäudeclusterungen abgeschätzt. 16 Liegenschaften befinden sich in Trägerschaft der Ver- bandsgemeinde und 41 Liegenschaften in Trägerschaft der Ortsgemeinden. Die hierfür benötigten Daten werden durch die Verbandsgemeindeverwaltung zur Verfügung gestellt.

Für alle Industrie- und Gewerbebetriebe sind zunächst von der Verbandsgemeindeverwaltung Offenbach die notwendigen Informationen zu Anzahl und Art aller Betriebe aus Indust- rie, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen zu liefern. Anhand dieser Informationen werden die Betriebe mit einem signifikanten Wärmebedarf herausgegriffen. Diese erhalten einen Fragebogen zur Erhebung der Energieverbrauchssituation und werden zu einer Veranstal- tung „Energieeffizienz in Industrie und Gewerbe“ eingeladen, in der das Klimaschutzkonzept der VG Offenbach vorgestellt wird und in deren Rahmen ein Überblick über Energieeffizienz-technologien und über die Fördermöglichkeiten für Energieberatung im Rahmen der KfW Sonderfonds geboten wird.

Der Stromverbrauch der Straßenbeleuchtung wird nach Rechnungen und Einschätzung der Plausibilität zur installierten Leistung und Regelungstechnik abgeschätzt.

Die Strombedarfsermittlung der Ortsgemeinden wird analog zur Strombedarfsermittlung für Offenbach anhand von Durchschnittswerten aus dem aktuellen Energiebericht für Rhein- land-Pfalz und durch Erfragung beim Energieversorgungsunternehmen vorgenommen.

Ziel der Bedarfsermittlung ist das Erstellen einer fortschreibbaren Energie- und CO2-Bilanz, die aus den in der Bedarfsanalyse gewonnenen Daten resultiert und in Modul 4 nach Her- ausarbeiten geeigneter Maßnahmen erstellt wird.

Modul 2: Abschätzung des Energieeinsparpotenzials

Das Einsparpotenzial im Bereich der privaten Haushalte wird anhand der Siedlungszellen- strukturanalyse abgeschätzt bzw. in Verbindung mit Gebäudetypologien ermittelt, die bei- spielhaft durch Energiesparsteckbriefe für fünf repräsentative Musterwohnhäuser regional- typischer Bauweise ergänzt werden.

Für alle 57 öffentlichen Liegenschaften wurde ein Kennwertvergleich durchgeführt, woraus sich ein theoretisch mögliches Einsparpotenzial ergibt.

Zur Abschätzung des Einsparpotenzials im Bereich der Straßenbeleuchtung wurde der Austausch der bestehenden Straßenbeleuchtung durch moderne Beleuchtungssysteme auf Basis von LED-Technologie zunächst betrachtet und anschließend in die Tat umgesetzt.

Modul 3: Ermittlung des Potenzials zur Nutzung erneuerbarer Energien

In einem ersten Schritt der Potenzialermittlung werden bereits bestehende Studien gesich- tet, ggf. erweitert und in das Konzept integriert. Dazu zählen u.a. ein Nahwärmekonzept zur Geowärmenutzung und eine Potenzialstudie Erdwärme der Firma HotRock Engineering GmbH.

Neben den bereits erschlossenen Nutzungen erneuerbarer Energieträger wird in diesem Modul das Ausbaupotenzial der erneuerbaren Energien ermittelt. Der Schwerpunkt wird dabei auf die Geothermie gelegt, da die Region zur energetischen Nutzung von Geothermie geeignet scheint und bereits Bohrungen stattgefunden haben.

In Modul 1 (Bedarfsermittlung) werden bereits die Daten zu Anlagen, die erneuerbare Energien nutzen, ermittelt. Das noch nutzbare Erzeugungspotenzial zur Strom- und Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien soll wie folgt abgeschätzt werden.

Geothermie

Die vorhandene Bohrung der Firma HotRock Engineering GmbH kann aufgrund der zu geringen machbaren Zirkulationsrate an Thermalwässern nicht für die Stromerzeugung genutzt werden, jedoch steht durch die Bohrung Wärme zur Verfügung. Vorhandene Studien und Untersuchungen zur Geothermie in Offenbach werden für das Klimaschutzkonzept ausgeweitet und es wird das Potenzial zur Wärmeversorgung durch weitere Bohrungen abgeschätzt.

Solarenergie

Zur Abschätzung des Erzeugungspotenzials aus Solarenergie wird ein Solarkataster für die öffentlichen Gebäude erstellt. Zur Ermittlung des weiteren Potenzials sonstiger Dachflächen wird ein Referenzflächenverfahren angewendet, wobei in den Ortsgemeinden der VG Offenbach Referenzflächen ausgewiesen werden. Anhand von Karten und Satellitenaufnahmen werden südausgerichtete Dachflächen ermittelt und somit das Erzeugungspotenzial für Solarenergie aus Solarstrahlung abgeschätzt. Das ermittelte Potenzial für die Referenzflächen wird anschließend auf die gesamte Siedlungsfläche der VG Offenbach hochgerechnet.

Windenergie

Schon im Jahre 2010 waren in der Verbandsgemeinde Offenbach drei Windkraftanlagen mit jeweils rund 2 MWel installiert, die knapp 12,2 Mio. kWhel pro Jahr produzieren. Die Anlagen wurden im Jahr 2007 errichtet. Im Rahmen des Klimaschutzkonzepts wurde das Erzeugungspotenzial durch weitere Anlagen abgeschätzt und technisch-wirtschaftlich geeignete Standorte identifiziert. Die Vor- und Nachteile der daraus resultierenden Standorte wurden mit den verschiedenen Interessensgruppen u.a. hinsichtlich Aspekte des Naturschutzes und des Landschaftsbilds diskutiert.

Es wurden sieben weitere Windkraftanlagen mit einem Planertrag von je 6,8 Mio. kWhel pro im Oktober 2014 in betrieb genommen.

Energie aus Biomasse

Bioenergieträger umfassen sowohl nachwachsende Rohstoffe als auch organische Reststof- fe. Das Erzeugungspotenzial aus Biomasse wird anhand der derzeitigen Flächennutzung und in Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren ermittelt. Zu den lokalen Akteuren zählen u.a. Landwirte, Winzer und die Forstwirtschaft. Flächen, die Biomasse für eine energetische Nut- zung liefern könnten, stellen z.B. Weinberge dar.

Die Bioabfälle aus der Hausmüllsammlung und der Grünschnittanfall stellen ein weiteres Potenzial an energetisch nutzbarer Biomasse dar. Im Rahmen der Potenzialabschätzung wird geklärt, inwieweit der Bioabfall und der Grünschnitt für eine energetische Nutzung verfügbar sind.

Wasserkraft

An der Queich wird aktuell die Wasserkraft zur Stromerzeugung genutzt. Das bestehende Kleinwasserkraftwerk wird privat betrieben und liegt in der Gemarkung Offenbach.

Zur Abschätzung des Erzeugungspotenzials durch die Nutzung von Wasserkraft wird im ersten Schritt der Ist-Stand der Wasserkraftnutzung erfasst. Im zweiten Schritt werden Einsatz- möglichkeiten moderner Techniken untersucht und deren Potenziale abgeschätzt.

Modul 4: Erstellung eines Maßnahmenkatalogs in Form eines umsetzungsorientierten Handlungsleitfadens

Im Klimaschutzkonzept werden vorhandene Maßnahmenvorschläge in der Verbandsge- meinde durch neue Handlungsempfehlungen ergänzt und in einem Punkteraster nach fol- genden gewichteten Kriterien miteinander verglichen:

1.      Klimaschutzrelevanz

2.      Energieeffizienz

3.      Wirtschaftlichkeit

4.      Bürgernähe und Akteursbeteiligung

Für die Bewertung der einzelnen Kriterien werden Energie- und CO2-Bilanzen überschlägig ermittelt, die Investitionskosten abgeschätzt und Wirtschaftlichkeit diskutiert.

Darauf aufbauend werden die Handlungsempfehlungen in Form einer Prioritätenliste als Umsetzungsempfehlungen für die einzelnen Zielgruppen dargestellt.

Für den unter Modul 1 geschätzten Energiebedarf und für die hier herausgearbeiteten Hand- lungsempfehlungen wird eine fortschreibbare Energie- und CO2-Bilanz erstellt.

Außerdem wird ein Konzept für ein Controlling-Instrument erarbeitet, mit dem die Ziele des integrierten Klimaschutzkonzeptes überprüft werden können.

Modul 5: Akteursbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit

Damit ein Klimaschutzkonzept zukünftig auch erfolgreich umgesetzt wird, müssen die rele- vanten Interessensgruppen sowie die Bevölkerung bereits frühzeitig für die Umsetzung be- geistert und motiviert werden.

Folgende Akteursgruppen in der VG Offenbach a.d. Queich werden bei der Konzepterstellung beteiligt:

•     VG-Verwaltung / Gremien

•     Ortsgemeinden

•     Private

•     Landwirte und Winzer, Forstwirtschaft

•     Industrie, Gewerbe und Energiedienstleister

•     Schulen

•     Vereine

•     Agenda-Gruppen

Während der Konzepterstellung werden diese und eventuell weitere relevante Akteursgrup- pen und Einzelakteure verschiedener Interessensgruppen ermittelt und sollen zur Unterstüt- zung bei der Verbrauchs- und Bedarfsanalyse und der Konzepterstellung einbezogen wer- den. Im Rahmen von Workshops sollen zusammen mit den Akteursgruppen und Einzelakteu- ren Projektideen gesammelt und entwickelt werden.

Diese Workshops werden von der Verbandsgemeinde organisiert und inhaltlich von dem mit der Konzepterstellung beauftragten Instituts begleitet sowie fachliche Beiträge im Verbandsgemeindeblatt veröffentlicht.

Darüber hinaus wird im Rahmen dieses Moduls ein Konzept zur Öffentlichkeitsarbeit entwi- ckelt, das das Fortbestehen des Akteursnetzwerks und dessen Zusammenarbeit mit der Be- völkerung der VG vorsieht. In einer Abschlussveranstaltung findet eine öffentliche Ergebnis- präsentation statt.

Modul 6: Aufgabenkonzipierung des Klimaschutzbeauftragten

Das Aufgabenfeld des Klimaschutzbeauftragten umfasst vor allem die Umsetzung und Wei- terführung des integrierten Klimaschutzkonzeptes.

Dazu gehören z. B. die Energieberatung von Privatleuten, die Vermittlung von Beratern an Gewerbebetriebe, die Organisation von Informationsveranstaltungen, die Mitwirkung bei der Umsetzung von Energieeinsparmaßnahmen in öffentlichen Liegenschaften sowie die Verwaltung und das Pflegen von energiebezogenen Daten insbesondere der fortschreibba- ren Energie- und CO2-Bilanz. Eine weitere Aufgabe besteht in der Kontrollfunktion des Klima- schutzbeauftragten, d.h. er hat die Entwicklung, Planung und Umsetzung von Klimaschutz- maßnahmen zu begleiten und zu überprüfen.

Die Konzeption der Stelle des Klimaschutzbeauftragten wird im Rahmen des integrierten Klimaschutzkonzeptes ausgearbeitet. Die Konzeption der Stelle umfasst die Aufgabenbe- schreibung und die Abschätzung des Aufwands.

 

Organisatorische Konzeption

Das Klimaschutzkonzept wird in enger Absprache und Mitarbeit der VG Offenbach mit dem Projektpartner zur Konzeptentwicklung erstellt.

Projektkoordination

Die Projektkoordination liegt bei der VG Offenbach an der Queich in Kooperation mit den Ortsgemeinden und der Transferstelle für Rationelle und Regenerative Energienutzung Bin-gen (TSB) als Konzeptentwickler.

Inhaltliche Bearbeitung/Projektleitung und Konzepterstellung

Die folgenden Ausführungen stellen den Partner für die Konzeptentwicklung vor:

Die Erstellung des integrierten Klimaschutzkonzeptes wurde an die Transferstelle für Rationelle und Regenerative Energienutzung Bingen (TSB) vergeben werden. Die Vergabeentscheidung wurde aufgrund des Angebotes der TSB an die Verbandsgemeinde Offenbach a. d. Queich getroffen.

Die Transferstelle Bingen ist ein An-Institut der Fachhochschule Bingen und als Geschäftsbereich des Instituts für Innovation, Transfer und Beratung gGmbH organisiert.

Die TSB befasst sich seit ihrer Gründung im Jahr 1989 mit der rationellen Energienutzung und mit dem Einsatz regenerativer Energien. Sie erstellt Energiekonzepte, entwickelt Energiesys- teme, bearbeitet Energieprojekte für Unternehmen und Kommunen und führt Seminare sowie große Informationsveranstaltungen durch.

Die fest angestellten Mitarbeiter an der TSB sind erfahrene Projekt-Ingenieure, die aus den verschiedenen Fachrichtungen der Fachhochschule kommen und somit -zusätzlich zu ihren Fachkenntnissen in der Energietechnik- ihr Wissen aus den verschiedenen Disziplinen wie Elektrotechnik, Verfahrenstechnik, Maschinenbau, Bautechnik und Umweltschutz einbringen können. Daneben arbeiten Professoren und Studierende Fachhochschule sowie verschiedene Institute und Unternehmen aus Wirtschaft und Wissenschaft aktiv mit der TSB zusammen.

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