
Ein Haus haben sie schon, aber es ist dermaßen schlecht gebaut, dass es ihnen täglich über dem Kopf oder wahlweise unter den Füßen wegbrechen kann.
Dieses baufällige Haus verbindet zwei Familien über zwei Jahrhunderte hinweg.
Einerseits Willas Familie in diesem Jahrhundert, eine Mittelstandsfamilie, deren Lebensgrundlagen immer weiter wegbrechen. Riesige Studiengebühren, Jobverlust, ein baufälliges Haus, dessen Reparaturen unbezahlbar sind, ein pflegebedürftiges Familienmitglied, für den keine Krankenkasse aufkommt und ein Baby, dessen Mutter Selbstmord begangen hat und dessen Zukunft nicht gut aussieht.
Andererseits Familie Greenwood 150 Jahre davor im selben Haus, schon damals, 10 Jahre nach dem Bau, in sehr schlechtem Zustand. Thatcher Greenwood, Lehrer für Naturwissenschaften an der neu eingeweihten Highschool, gerät über Kreuz mit dem Direktor, der die Lehren Darwins für Sünde hält. Seine überaus schöne Frau und deren Mutter verkraften den gesellschaftlichen/finanziellen Abstieg nicht und das Haus verfällt von Tag zu Tag. Thatcher fühlt sich zunehmend überfordert von den Aufgaben und Erwartungen.
Die „Unbehausten“ erschien im Original bereits 2016, kurz vor Trumps erster Amtszeit. Das Haus im Roman steht für die USA, deren Fundamente wanken und deren Dachstuhl verfault. Ein Land, in dem man lieber redenschwingenden Gottesanbetern glaubt, und wo Menschen trotz Job ihre Krankenversicherung nicht zahlen können.