Was es so vielleicht noch nicht gab: am 30.06.2026 fand die 14. Sitzung des Verbandsgemeinderats Offenbach an der Queich neben dem Rathaus statt - im Freien.
Denn so viele Gäste und Zuhörerinnen und Zuhörer hatte bisher wahrscheinlich auch noch keine Verbandsgemeinderatssitzung. Und das bei einer der kürzesten Tagesordnungen.
In dieser besonderen Sitzung wurde Simon Wingerter ernannt, vereidigt und in das Amt des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Offenbach an der Queich eingeführt, das er am 30.06.2026 ab 0:00 Uhr inne haben sollte. Zugleich wurde Bürgermeister Axel Wassyl für den gleichen Zeitpunkt in den Ruhestand versetzt.
In seiner Antrittsrede dankte Simon Wingerter nicht nur den Wählerinnen und Wählern, sowie allen Unterstützerinnen und Unterstützern, dass er am 22. März 2026direkt im ersten Wahlgang als zukünftiger Bürgermeister bestätigt werden konnte, sondern auch seiner Familie.
Axel Wassyl konnte in seiner Rede nicht nur auf 24 Jahre im Bürgermeisteramt zurückblicken, sondern auf 47 Jahre in "seiner Verwaltung", wo er bereits als Auszubildender gestartet hatte. Er betonte immer wieder "das Wir" und das Team und dankte zahlreichen Wegbegleitern und Wegbegleiterinnen. Zuletzt konnte er seinem Nachfolger nur zustimmen und ebenfalls die Wichtigkeit der Familie als Unterstützung und als sicherem Rückzugsort betonen. Er dankte explizit seiner Frau, Ursula Kaiser-Wassyl, für ihre Verdienste an der 24-jährigen Amtszeit - und für die Erdung, die sie ihm immer wieder gab.
Die Redebeiträge von Pia Werling (Beigeordnete der Verbandsgemeinde und Laudatorin), den Fraktionsvorsitzenden des Verbandsgemeinderates, Lukas Wingerte (CDU), Marcus Michels (FWG), Jens Nord (SPD) und Christoph Jacky(Grüne), Landrat Dietmar Seefeldt, Elke Thomas (Ortsbürgermeisterin von Bornheim, stellvertretend für die Ortsbürgermeister·innen der Verbandsgemeinde), Bürgermeisterin Gabriele Flach (Maikammer, stellvertretend für die Bürgermeister·innen der Verbandsgemeinden im Landkreis), Moritz Petry (Geschäftsführer des Gemeinde- und Städtebunds Rheinland-Pfalz) und Wehrleiter Oliver Siebert zusammen mit dem Vizepräsidenten des Landesfeuerwehrverband, Hans-Georg Balthasar, lobten neben Wassyls Verdiensten auch immer wieder seiner Persönlichkeit.
Von der Entwicklung des Interparks als wirtschaftlichem Motor über den Ausbau der erneuerbaren Energien mit Windkraft und Nahwärmenetz bis hin zu zentralen Einrichtungen, innerörtlichen Maßnahmen wie der Neugestaltung der Hauptstraße, dem Bau von Rad- und Fußwegen, der Modernisierung der Straßenbeleuchtung sowie zahlreicher kultureller und sportlicher Projekte, der Sanierung des Queichtalbads (bei Erhaltung des 50-Meter-Schwimmbeckens), Schulsanierungen, der Wiesenbewässerung, einer starken Jugendarbeit oder dem Rathausneubau wurden Projekte aus Wassyls Amtszeit genannt - es wurden noch mehr Verdienste erwähnt und es blieben ob der Menge auch noch viele unerwähnt.
Dabei lobten die Rednerinnen und Redner stets, dass Axel Wassyl an der Sache argumentierte, stets fair und respektvoll geblieben war - und zugleich immer zutiefst menschlich und humorvoll.
Alle Reden enthielten auch Dank für die gemeinsame Zeit und das gemeinsame Tun und alle wünschten auf vielfältige Weise auch Simon Wingerter viel Erfolg, Mut, Weitsicht, Kraft und Gesundheit für seine Zeit im Amt.
Der formelle Teil der Veranstaltung ging nahtlos in eine Feier über, die zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Weggefährten/innen und die Familien des scheidenden und des neuen Bürgermeisters für ihre Glückwünsche an beide nutzten - sowie natürlich für ein schönes Zusammensein bei Essen und Getränken, wie es beide, Wassyl wie Wingerter, immer selbst auch tatkräftig unterstützen.
© Dieter Hamann
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