
1949 reisen fast 300 junge deutsche Frauen nach Island, angeworben vom isländischen Bauernverband. Durch die zunächst britische, danach amerikanische Besatzung änderte sich das Leben in Island grundlegend. Viele junge Menschen wollten nicht mehr das karge Leben ihrer Eltern führen. Sie zogen nach Reykjavik oder gleich bis in die USA. Auf dem Land fehlten sie als Arbeitskräfte und vor allem fehlten junge Frauen als Heiratskandidatinnen. Nicht alle waren damit einverstanden.
In ihrem Buch beschreibt Katrin Zipse die Ankunft und erste Zeit einer schwer traumatisierten jungen Frau auf einem Hof in Island. Sprache, Land und Menschen sind ihr fremd. Sie ist einsam und hat nichts und niemanden, wohin sie zurückkehren kann.
Erst allmählich passt sie sich an, lernt die Sprache. Aber auch innerhalb der Familie gibt es Streit und Unstimmigkeiten.