Das Storchendorf Bornheim

Die Geschichte 

Kirche und SaubrunnenBornheim gehört mit seinen rund 1.550 Einwohnern zu den aufstrebenden Dörfern im Landkreis Südliche Weinstraße.

Seit Jahrhunderten ein ruhiges, verträumtes Bauerndorf, hat es seinen ländlichen Charakter zwar nicht verloren, ist jedoch zu einem beliebten Wohnort für immer mehr Neubürger geworden, wobei sich alter Ortskern und mehrere moderne Wohngebiete ideal ergänzen. In den ältesten Urkunden aus dem späten 10. Jahrhundert erscheint Bornheim unter dem Namen Bruneheim, Brunheim, Brunneheim.

 Der Name Bornheim taucht dagegen erst 1345 auf. Bis zur Jahrtausendwende hatte das Kloster Weißenburg, später dann - bis zur Französischen Revolution - das Kloster Eußerthal beziehungsweise die Kurpfälzische Güteradministration reichen Besitz in Bornheim.


Vermutlich hat ein fränkischer Anführer namens Bruno/Brunno mit seiner Sippe das heutige Bornheim im 6. Jahrhundert gegründet, als die Franken nach ihrem Sieg über die Alemannen die Vorderpfalz besiedelten. Bisher sah man den Ursprung des Ortsnamens in den starken Quellen, die früher rechts und links des Bachwegs sprudelten.

Herrschaftsrechte in Bornheim hatten zunächst das Kloster Weißenburg, dann das Kloster Klingenmünster, die Grafen von Leiningen, die Adelsfamilien von Ochsenstein, die Grafen von Zweibrücken und dann vom 15. Jahrhundert an das Hochstift Speyer und die Kurpfalz.

Von etwa 1500 bis 1709 stand Bornheim unter der Doppelherrschaft der beiden Letztgenannten, bis dann die Kurpfalz auf dem Tauschwege mit dem Hochstift Speyer im Jahre 1709 in alleinigen Besitz von Bornheim kam.

Die Jahreszahl 1709 im historischen Amtssiegel der Gemeinde Bornheim scheint auf diese Vereinigung hinzuweisen.

In der Reformationszeit war Bornheim protestantisch geworden. Ende des 17. Jahrhunderts wurde es zur Zeit der Gegenreformation wieder teilweise katholisch. Von nun an gab es bis in unser Jahrhundert zwei Kirchen, zwei Konfessionsschulen, zwei getrennte Friedhofshälften für beide Konfessionen.

Während der französischen Revolution war Bornheim vom Jahre 1797 an französisches Staatsgebiet, bis es 1816 mit der Pfalz zum Königreich Bayern kam. Seit 1947 gehört es zu Rheinland-Pfalz.

Beliebter Anziehungspunkt für die Bevölkerung ist auch heute noch das im Jahre 1835 erbaute "Wachthaus", das zwischenzeitlich mit neuem Leben erfüllt wurde. Es ist heute ein beliebter Treffpunkt und Ausgangspunkt vieler Aktivitäten. Sehenswert darüber hinaus der von Professor Gernot Rumpf geschaffene Saubrunnen mitten im Dorf, der neu errichtete "Max-und Moritz-Platz", der "Hirtenplatz" sowie das neu renovierte protestantische Schulhaus von 1868, das heute seine Aufgabe als Rat-, Bürger- und Vereinshaus erfüllt. Hinzu kommt das Dorfgemeinschaftshaus, in dem sich vor allem die Vereine mit ihren vielfältigen Aktivitäten wohl fühlen.

Im Jahr 2006 hat die Gemeinde das zusammen mit den Vereinen PfalzStorch und Vogelschutzverein neu errichtete Storchenzentrum fertiggestellt, in dem ab dem Jahr 2007 über den Weißstorch und andere Vogelarten informiert wird.

Nach dem zweiten Weltkrieg hat Bornheim sein Gesicht gründlich gewandelt. Im Jahre 1953 siedelte sich die Firma Hornbach an und begann mit der Fabrikation von Kläranlagen. Nach einer Verlegung dieses Betriebszweiges entstand dort ein großzügiger Heimwerker-Baumarkt, verbunden mit einem bemerkenswerten Gartencenter und einer umfangreichen Baustoffhandlung. Heute beherbergt Bornheim große Teile des Verwaltungszentrums der Hornbach AG und außerdem Teile des Zentrallager für die zwischenzeitlich auf rund 100 angewachsenen Hornbach-Märkte im In- und Ausland.

Im Frühjahr 2002 wurde nahe des Bausupermarktes eine Geschäftzeile mit Artikeln des täglichen Bedarfs eröffnet. Darüber hinaus gibt es im Gewerbegebiet eine Reihe prosperierender neuer Betriebe.

Gasthaus Lehrer Lämpel









Der Freizeitwert der Gemeinde erhielt neue Impulse durch mehrere aktive Vereine sowie ein Freizeitcenter mit Hallentennis, einer Squash-und Badmintonanlage mit vier Bundeskegelbahnen und einer Minigolfanlage.

Hinzu kommen für die Freizeitgestaltung ein gut ausgebautes Radwegenetz, ein attraktiver Boule-Platz, ein in der Nähe (1 km entfernt) befindlicher Golfplatz, eine Reitanlage sowie vielfältige Wandermöglichkeiten.

Eine mit allem Komfort ausgestattete Gästepension, einige weitere Gästezimmer sowie die Gaststätte "Lehrer Lämpel" im Ortskern runden das Angebot ab.

Im landwirtschaftlichen Bereich hat sich in den letzten Jahren insofern ein Wandel vollzogen, als der Weinbau eine immer größere Bedeutung erhielt. Eine Reihe ausgezeichneter Weine legt inzwischen Zeugnis davon ab, dass sich die Bornheimer Kreszenzen nicht zu verstecken brauchen, sondern Ehre für den Bereich Südliche Weinstraße einlegen.

Besondere Höhepunkte im Jahresablauf sind das Saubrunnenfest (jeweils eine Woche nach Pfingsten) und die Kerwe (erstes Wochenende im September).

Über die Geschichte der Ortsgemeinde Bornheim hat Herr Egon Ehmer, wohnhaft in Mörlheim, im Jahr 2004 das Heimatbuch "Ein Dorf und seine Geschichte" verfasst. Diese Chronik ist zum Preis von 25,00 Euro im Rathaus Bornheim während den Öffnungszeiten (Dienstag und Freitag: 15 - 18 Uhr)  erhältlich.
 
 
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