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"Kaltes" Nahwärmenetz sorgt für Wärme (und Strom)

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Die Dachfläche des neuen Rathauses sieht – schematisch dargestellt – wie auf dieser Grafik aus.

Belegt wird es mit Photovoltaikmodulen zur Stromerzeugung und (im Vordergrund) mit PVT- oder „Hybrid“-Modulen, die sowohl Strom, als auch Wärme liefern. Letztere wird dadurch gewonnen, dass Kühlrippen die bei der Stromerzeugung durch die PV-Module entstehende Wärme aufnimmt und an eine Wärmepumpe liefert. (Siehe Foto rechts)

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Wärmepumpe

Dadurch kann das komplette Rathaus beheizt und im Sommer gekühlt werden. Die Wärmeentnahme im Sommer verbessert wiederum den Wirkungsgrad der PVT-Module.

Überschüssige Wärme wird an ein Nahwärmenetz abgegeben und kann in anderen Liegenschaften, wie. z. B. im Schwimmbad genutzt werden. Mit dieser Technik kann zunächst das neue Rathaus völlig unabhängig von fossilen Energieträgern beheizt werden. Dadurch werden jährlich etwa 55 t CO2 vermieden.

Das Nahwärmenetz wird als „kalt“ bezeichnet, weil es nicht mit einer für herkömmliche Netze üblichen hohen Temperatur um die 70°C, sondern nur um die 10°C und darunter betrieben wird. Die Leitungen müssen deshalb auch nicht gedämmt werden, weil dies in etwa der des Erdreiches entspricht. Wärmepumpen bereiten in den jeweiligen Gebäuden diese Temperatur zu Heiz- bzw. Kühlzwecken auf.

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Das Gesamtkonzept sieht vor, sämtliche öffentlichen Gebäude (Feuerwehrhaus, Queichtalhalle, Stadion, KiTa), aber auch private Objekte, sofern ausreichend Interesse besteht, mit Energie zu versorgen. Das Netz ist fast beliebig erweiterbar (soweit technisch sinnvoll) und jeder Nutzer kann gleichzeitig als Wärmelieferant mit überschüssig vorhandener Energie dienen. Neben den PVT-Modulen können beispielsweise auch Erdwärmesonden, andere Solarkollektoren, Gewerbeabwärme sowie andere Wärmequellen zum Einsatz kommen und in das Netz integriert werden.

Das Wärmenetz wird von der Queichtal Energie Offenbach, dem kommunalen Energieversorger der Gemeinde Offenbach, betrieben.

Info: www.queichtal-energie-offenbach.de

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