
Von nun an nehmen beide Dörfer eine recht unter-schiedliche Entwicklung. Niederhochstadt kam schon sehr früh von den Grafen von Leiningen und den Scharfeneckern an die Johanniter-Komthurei. Oberhochstadt gehörte zu Zweibrück-Bitsch und den Ochsensteinern und kam durch Kauf im Jahre 1404 zur Hälfte zum Bischof von Speyer. 1485 erwarben die Kurfürsten von der Pfalz die andere Hälfte. Zusammen mit sieben anderen Dörfern gehörte Oberhochstadt zur "Landecker Gemeinschaft", einer Verwaltungsgemein-schaft zwischen dem Kurfürsten von der Pfalz und dem Bischof von Speyer.
Mit Reformation, Bauernkrieg und 30jährigem Krieg war unsere Gegend Tummelplatz unzähliger Heere und Kriegszüge. Hungersnöte und Seuchen rafften die Menschen dahin.
In den Napoleonischen Kriegen kamen beide Dörfer zum Departement Bas-Rhin.
Erneut kamen notvolle Jahre. 1812 war ein völliger Mißwuchs, 1813 besetzten die Franzosen das Dorf, 1814 die Russen, ab 1815 die Bayern, die dann den "Bayerischen Rheinkreis" zugesprochen erhielten.
Beinahe wäre die Queich Grenze zu Frankreich geworden. Erst nach Napoleons Herrschaft der 100 Tage und nach Waterloo wurde im Zweiten Pariser Frieden die Wieslauter als Grenzfluss bestimmt.